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2011-03-05

Friedrichs Bemerkung über Islam in Deutschland: "Ohrfeige ins Gesicht der Muslime" | Nachrichten | Politik

Der neue Innenminister Hans-Peter Friedrich hat die muslimische Gemeinde in Deutschland verärgert.
Die Islam-Äußerungen des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich ( CSU ) haben Protest bei Muslimen ausgelöst. Mit seiner Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, ruft der neue Iinnenminister jetzt immer mehr Kritiker auf den Plan - und reißt alte Gräben in der Union neu auf. 
Die Vorsitzende des liberal-islamischen Bundes, Lamya Kaddor, nannte die Worte Friedrichs  "Ohrfeige ins Gesicht der Muslime" So eine Aussage sei nicht nur politisch und geschichtlich falsch, sagte Kaddor der "Frankfurter Rundschau" 
SPIEGEL ONLINE: "Friedrich hatte am Donnerstag mit diesen Worten einer früheren Bemerkung von Bundespräsident Christian Wulff (CDU) widersprochen, die schon damals eine heftige Kontroverse ausgelöst hatte - und die Wulff am Montag dieser Woche in einem TV-Interview mit dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira wiederholte, das an diesem Samstag ausgestrahlt wurde. Die Kritik auf Friedrichs Aussage erfolgte denn auch prompt." 
» http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,749255,00
tagesschau: "Wenn der Innenminister den Streit sucht, wird er ihn bekommen", warnte der Chef der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat. Doch wolle man auch mit dem neuen Innenminister einen Dialog und Lösungen finden." 
          » http://www.tagesschau.de/inland/friedrich128.html 
Frankfurter Rundschau: "Der CSU-Innenpolitiker Hans-Peter Uhl sagte der Mitteldeutschen Zeitung hingegen: „Wenn der Islam zu Deutschland gehören würde, bräuchten wir keine Islamkonferenz.“ Das Bundesinnenministerium erklärte, Friedrich wolle die Islamkonferenz fortführen." 
» http://www.fr-online.de/politik/minister-empoert-muslime/-/1472596/7743606/-/view/asFirstTeaser/-/index.html

Bundesregierung: Gehört der Islam zu Deutschland? - Wirbel um Äußerung von Inneminister Friedrichs | Politik | Deutschland

"Die Kritiker von Friedrich: Grüne, FDP und Muslime" [www.suite101.de]
 › http://www.suite101.de/content/gehoert-der-islam-zu-deutschland-minister-friedrich-in-der-kritik-a104142#ixzz1FhbhHqFW
Der neue Innenminister   (CSU) hatte gestern bei seinem ersten öffentlichen Auftritt die Opposition und Teile der FDP gegen sich aufgebracht.
Die in der Bundesrepublik lebenden Menschen islamischen Glaubens gehörten zu Deutschland, sagte er am Donnerstag. Wörtlich: "Aber dass der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt."; so die NEUE OZ (noz.de). Am Freitag hatte Justizministerin Sabine Leutheusser Schnarrenberger (FDP) mit den Worten: "Der Islam gehört selbstverständlich zu Deutschland." dem Minister widersprochen.

Als "Blödsinn" bezeichnete der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz die Äußerung Friedrichs.
Es wäre gut wenn Herr Friedrich die Scheuklappen ablegen und sich mit der Wirklichkeit unseres Landes auseinandersetzen würde. Außerdem hoffe er, daß es bei dieser einmaligen Fehlleistung bliebe. Nachdem die  Grünen die Worte des Ministers scharf kritisierten, sprach der Linke-Politiker Jan Korte gestern von einem "Fehlstart".

Friedrich hatte seine Kritik an Bundespräsident Christian Wulff (CDU) erneuert, der vergangenen Herbst den Islam als Teil Deutschlands bezeichnet hatte.
Die tatz schreibt: "Friedrich machte damit deutlich, dass er in seinem neuen Amt als inoffizieller Integrationsminister einen ähnlichen Kurs wie als CSU-Landesgruppenchef fahren dürfte. In dieser Funktion stimmte er etwa in den Chor der Wulff-Kritiker ein. "Dass der Islam Teil unserer Kultur ist, unterschreibe ich nicht", sagte er im Oktober. Und weiter: "Die Leitkultur in Deutschland ist die christlich-jüdisch-abendländische Kultur. Sie ist nicht die islamische und wird es auch nicht in Zukunft sein."

Regierungssprecher Steffen Seibert betrieb am Freitag Schadensbegrenzung: "Da wird ein Gegensatz in Äußerungen des Bundespräsidenten und des neuen Innenministers hineingedeutet, den es so gar nicht gibt."
Die FDP versetzte Friedrichs Auftritt dennoch in Aufregung. ... Mehr bei › taz.de
 › http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/nehmt-ihm-die-islamkonferenz-weg/