FRIEDEN DENKEN ALLEIN AENDERT NICHTS
http://www.ag-friedensforschung.de/: 11.04.2011
"Von Immanuel Wallerstein *
In dem ganzen libyschen Konflikt des letzten Monats – der Bürgerkrieg in dem Land und die US-geführte militärische Aktion gegen Gaddafi - geht es weder um eine humanitäre Intervention noch um die unmittelbare Versorgung der Welt mit Erdöl. Es handelt sich in der Tat um ein großes Ablenkungsmanöver – ein bewusstes Ablenkungsmanöver dazu – von der grundlegenden politischen Auseinandersetzung innerhalb der arabischen Welt. Eine Sache gibt es, bei der Gaddafi und die westlichen Regierungschefs aller politischen Schattierungen vollständig übereinstimmen. Sie alle wollen die zweite arabische Revolte verlangsamen, kanalisieren, kooptieren und eingrenzen, und dadurch verhindern, dass die grundlegenden politischen Realitäten der arabischen Welt und deren Rolle in der weltweiten Geopolitik verändert werden.
Um dies zu erkennen muss man die Chronologie der Ereignisse verfolgen. Obwohl das politische Grummeln in verschiedenen arabischen Staaten und Versuche, durch verschiedene Kräfte von außerhalb die eine oder andere Seite innerhalb dieser Staaten zu unterstützen, schon seit längerem eine Art Konstante darstellen, brachte der Selbstmord von Mohamed Bouazizi am 17.12.2010 einen gänzlich anderen Prozess in Gang.
Dies war meiner Ansicht nach die Fortsetzung des Geistes der Weltrevolution von 1968. In jenem Jahr, wie auch in den letzten Monaten in der arabischen Welt, bestand die Gruppe derer, die den Mut und den Willen hatten , den Protest gegen die institutionalisierten Autoritäten zu beginnen, aus jungen Menschen. Ihre Motivation erwuchs aus vielen Faktoren : die Willkür, Grausamkeit und Korruptheit derer an der Macht, ihre eigene sich verschlechternde wirtschaftliche Situation und vor allem aus dem Insistieren auf ihrem moralischen und politischen Recht, eine Hauptrolle beim Bestimmen ihres eigene politischen und kulturellem Schicksals einzunehmen. Gleichzeitig protestierten sie gegen die gesamte Struktur des Weltsystems und die Art und Weise, in der ihre Führer dem Druck fremder Mächte unterworfen waren.
Diese jungen Menschen waren nicht organisiert, wenigstens nicht anfangs. Und sie durchschauten auch die politische Szene nicht immer vollständig. Aber sie waren couragiert. Und, wie 1968, ihre " Diesen Artikel weiter lesen
Tags: Ostermarsch, Aktionen, Bewegung, Frieden
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2011-04-11
2011-03-24
FRIEDENSNETZ BADEN-WÜRTTEMBERG: Aufruf zum Ostermarsch 2011: Frieden schaffen ohne Waffen | Termine | Events
Einladung zum Friedensplenum, nächster Termin: 12.4.2011 17:30 h
Aufruf zum Ostermarsch 2011:
Frieden schaffen ohne Waffen. Jetzt!
Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag
Friedensratschlag: Krieg gegen Libyen sofort stoppen!
Karsamstag, 23. April 2011
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